DIN 18533, die deutsche Norm für den Einbau von Innentüren in Wohngebäuden. Auch bekannt als Türeinbau-Norm, legt sie fest, wie Türen sicher, funktionell und barrierefrei montiert werden – egal ob im Neubau oder bei der Sanierung. Diese Regelung ist kein empfehlender Leitfaden, sondern ein verbindlicher Maßstab für Handwerker, Architekten und Bauherren. Wer sie ignoriert, baut nicht nur unsauber – er macht die Tür potenziell gefährlich oder unbrauchbar.
DIN 18533 verlangt klare Abmessungen: Die Türöffnung muss mindestens 90 cm breit sein, damit ein Rollstuhl oder ein Gehwagen problemlos durchpasst. Die Schwelle darf nicht höher als 15 mm sein, und die Tür muss sich mit maximal 25 Newton Kraft öffnen – das ist so leicht wie das Drücken eines Lichtschalters. Wer das nicht einhält, hat keine barrierefreie Tür – egal wie teuer oder schön sie aussieht. Auch die Anschlagbreite, die Scharnierposition und die Dicke der Wand sind in der Norm genau festgelegt. Das ist kein Luxus, das ist Grundlage für Sicherheit und Nutzungsdauer.
Verwandte Normen wie DIN 18040-2, die Barrierefreiheit in Bädern regelt oder DIN 18273, die für Treppen und Treppenlifts gilt, ergänzen DIN 18533. Sie alle bilden ein System: Eine Tür, die nach DIN 18533 eingebaut ist, muss mit dem Bodenbelag, der Wandverkleidung und den Armaturen im Bad harmonieren – sonst wird die ganze Barrierefreiheit zunichte gemacht. Viele Hausbesitzer denken, eine breitere Tür reicht. Aber ohne richtige Anschlagspitze, ohne passenden Türschließer, ohne korrekte Schwellenhöhe bleibt es nur ein schöner Schein.
Was viele nicht wissen: DIN 18533 gilt nicht nur für Neubauten. Auch bei der Sanierung von Altbauten ist sie maßgeblich, besonders wenn Fördermittel wie von der KfW beantragt werden. Ohne Nachweis der Einhaltung gibt es keine Zuschüsse. Und wenn später ein Schadensfall eintritt – etwa weil jemand im Dunkeln gegen die Tür stößt – haftet der Bauträger oder der Handwerker, der die Norm ignoriert hat. Das ist kein Theoriegebäude, das ist Recht.
Immer wieder sehen wir Projekte, wo eine Tür aus Holz, massiv und schön, einfach in eine zu enge Öffnung geklemmt wird. Oder wo die Schwelle mit einem Holzstück aufgefüllt wird, weil die Bodenplatte zu hoch ist. Das ist kein Handwerk – das ist eine Zeitbombe. DIN 18533 verhindert genau das. Sie sorgt dafür, dass Ihre Tür nicht nur gut aussieht, sondern auch funktioniert – heute, morgen und in zehn Jahren.
Unter den Beiträgen finden Sie praktische Beispiele: Wie Sie automatische Türantriebe nachrüsten, ohne die Norm zu verletzen. Wie Sie bei der Renovierung von Altbauten die richtige Türhöhe wählen. Warum eine falsche Montage die gesamte Energiebilanz Ihres Hauses ruinieren kann. Und wie Sie mit einfachen Messwerkzeugen prüfen, ob Ihre Tür wirklich nach DIN 18533 eingebaut ist – ohne teuren Gutachter.
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