Bei einer Reservierungsvereinbarung, eine vertragliche Absicherung, die einen zukünftigen Bau- oder Renovierungsvertrag vorbereitet. Auch bekannt als Buchungszusage, ist sie oft der erste Schritt, bevor der richtige Bauvertrag unterschrieben wird – aber viele verstehen nicht, was darin wirklich steht. Sie lockt mit günstigen Preisen oder exklusiven Angeboten, doch hinter der Unterschrift steckt oft mehr als nur eine Reservierung – sie kann verbindlich sein, wie ein echter Vertrag.
Diese Vereinbarung steht in enger Beziehung zu Bauvertrag, dem rechtlichen Rahmen, der die Pflichten von Bauherr und Bauträger festlegt. Auch wenn die Reservierungsvereinbarung noch kein Bauprojekt beschreibt, kann sie schon Kosten binden, Fristen setzen oder sogar eine Anzahlung verlangen. Wer hier nicht aufpasst, läuft Gefahr, sich in einen Vertrag hineinzuverpflichten, ohne dass er weiß, was er eigentlich kauft. Deshalb ist ein Vertragsgutachten, eine professionelle Prüfung von Bauverträgen auf unrechtmäßige Klauseln und Risiken. Auch bekannt als Vertragsprüfung, oft die einzige echte Absicherung vor teuren Überraschungen. Ein Bauträger, der eine Reservierungsvereinbarung mit hohen Kautionen oder langen Gültigkeitsfristen anbietet, nutzt oft das Unwissen der Kunden. Das Baurecht in Österreich schützt zwar Bauherren, aber nur, wenn sie wissen, welche Rechte sie haben.
Es gibt keine Standard-Reservierungsvereinbarung – jede ist anders. Manche sind reine Interessensbekundungen, andere binden dich schon an Zahlungen, Terminen oder sogar an einen bestimmten Bauträger. Die Grenze zwischen einer freien Reservierung und einem verpflichtenden Vertrag ist dünn. Du musst wissen, ob du eine Rücktrittsmöglichkeit hast, ob die Anzahlung erstattet wird, wenn sich der Preis ändert, und ob du den Bauträger wechseln darfst. Viele Menschen merken erst später, dass sie mit dieser Vereinbarung mehr unterschrieben haben als sie dachten.
Die Posts in dieser Sammlung zeigen dir, wie du solche Verträge richtig prüfst, welche Klauseln rot sind und wie du dich vor unerwarteten Kosten schützt. Du findest konkrete Beispiele aus echten Fällen, wie jemand mit einem Vertragsgutachten eine teure Falle vermeidete, oder wie ein Bauträger mit einer unklaren Reservierungsvereinbarung vor Gericht unterlag. Hier geht es nicht um Theorie – es geht um deine Geldbörse, deine Zeit und deine Sicherheit. Lese weiter, bevor du unterschreibst.
Vorverträge und Reservierungsvereinbarungen beim Immobilienverkauf sehen ähnlich aus - doch ihre Rechtskraft ist völlig anders. Erfahre, warum nur der notarielle Vorvertrag dich wirklich schützt und wie du teure Fehler vermeidest.