Baurecht: Was Sie über Haftung, Förderungen und Gesetze im Bau wissen müssen

Wenn Sie bauen, sanieren oder umbauen, gilt nicht nur Ihr Bauplan, sondern auch das Baurecht, das rechtliche Rahmenwerk, das alle Bauvorhaben in Deutschland und Österreich regelt. Also auch, wer bei einem Schaden haftet, wie Sie Fördermittel beantragen und was passiert, wenn Sie eine Wohnung als Ferienimmobilie vermieten. Das Baurecht ist kein trockenes Gesetzbuch – es ist der unsichtbare Vertrag zwischen Ihnen, Ihrem Handwerker, Ihrem Architekten und dem Staat.

Ein typischer Fall: Sie bemerken nach der Renovierung Risse in der Wand oder eine Tür passt nicht mehr. Wer ist verantwortlich? Der Tischler? Der Architekt? Oder haben Sie selbst etwas falsch gemacht? Baumängel, definiert als Abweichungen von vertraglich vereinbarten Leistungen oder gesetzlichen Standards lösen oft Streit aus – aber das Baurecht gibt klare Fristen: Sie haben fünf Jahre, um Ansprüche geltend zu machen. Und wer haftet? Das hängt davon ab, wer was versprochen hat. Ein Architekt haftet für Planungsfehler, ein Bauträger für die Ausführung – und Sie als Eigentümer müssen die Mängel rechtzeitig melden.

Das Baurecht greift auch bei Geldern ein. Wenn Sie eine KfW-Förderung beantragen, müssen Sie bestimmte Vorgaben einhalten – sonst bekommen Sie kein Geld. Oder wenn Sie eine Wohnung in Wien oder München als Ferienwohnung vermieten: Zweckentfremdungsverbot, ein Gesetz, das Wohnraum vor Gewerbenutzung schützt – kann Ihnen ein Bußgeld von bis zu 500.000 Euro bringen. Es gibt Ausnahmen, aber die sind eng begrenzt. Und wer glaubt, dass ein neues Fenster automatisch die Miete erhöht, irrt sich: Die Modernisierungsumlage, die gesetzliche Regelung, wie Mieterhöhungen nach Sanierungen berechnet werden hat klare Grenzen. Die Kappungsgrenze schützt Mieter – und Sie als Vermieter vor übertriebenen Forderungen.

Ob Sie eine Tür montieren, eine Solaranlage aufs Dach legen oder ein barrierefreies Bad einbauen – jedes Projekt berührt das Baurecht. Es regelt, ob Sie eine Baugenehmigung brauchen, wie Sie die Baustelle absichern, welche Materialien Sie verwenden dürfen und wie Sie mit Nachbarn um die Grenzen streiten. Es ist kein Hindernis – es ist Ihre Absicherung. Wer das Baurecht kennt, vermeidet teure Fehler, nutzt Förderungen richtig und schützt seine Rechte.

Unten finden Sie konkrete Beiträge, die genau diese Themen aufgreifen: von der Haftung bei Baumängeln über das Verbot von Ferienwohnungen bis hin zu den Regeln für die Mieterhöhung nach Sanierung. Alles, was Sie brauchen, um im Bau nicht auf die Nase zu fallen – ohne Juristensprache, nur mit klaren Fakten und echten Beispielen aus 2025.

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