Vorfälligkeitsentschädigung: Was du über Kosten, Rechte und Sparratschen wissen musst

Wenn du einen Vorfälligkeitsentschädigung, eine pauschale Gebühr, die ein Kreditgeber verlangt, wenn du einen Kredit vor Ablauf der Zinsbindung zurückzahlst. Auch bekannt als Vorzeitige Tilgungsgebühr, ist sie ein oft missverstandenes Element im Kreditvertrag. Viele glauben, sie sei unfair – doch sie ist gesetzlich geregelt und dient der Bank, um Verluste aus verlorenen Zinseinnahmen auszugleichen. Du zahlst sie nicht, weil du ein schlechter Kunde bist, sondern weil du den Vertrag vorzeitig änderst – und das kostet Geld.

Die Zinsbindung, der Zeitraum, in dem der Zinssatz für deinen Kredit festgelegt ist ist der Schlüssel. Wenn du nach 5 Jahren von 10 Jahren Zinsbindung abrückst, hat die Bank weniger Zinsen eingenommen als geplant. Die Vorfälligkeitsentschädigung, eine pauschale Gebühr, die ein Kreditgeber verlangt, wenn du einen Kredit vor Ablauf der Zinsbindung zurückzahlst soll das ausgleichen. Sie wird meist nach der sogenannten Zinsdifferenzmethode, eine Berechnungsformel, die die Differenz zwischen deinem alten und dem aktuellen Marktzins ansetzt berechnet. Je höher der aktuelle Marktzins im Vergleich zu deinem alten ist, desto niedriger ist die Gebühr – manchmal sogar null. Das ist wichtig: Du zahlst nicht immer. Und du zahlst nie mehr als 1 % des verbleibenden Kreditbetrags, wenn die Laufzeit noch mehr als 12 Monate beträgt.

Es gibt Ausnahmen. Wenn du dein Haus verkaufst, ziehst um oder stirbst, kannst du oft auf die Gebühr verzichten – vorausgesetzt, du hast das im Vertrag so vereinbart. Viele Banken bieten heute auch Flexibilitätsoptionen, Klauseln, die es erlauben, einen Teil des Kredits vorzeitig zurückzuzahlen, ohne eine Gebühr zu zahlen an. Einige erlauben bis zu 5 % jährlich ohne Strafe. Frag danach – viele wissen es nicht.

Die meisten Menschen merken erst bei der Kündigung, dass sie eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen müssen – und dann ist es oft zu spät. Du kannst sie vermeiden, indem du den Kreditvertrag genau liest, bevor du unterschreibst. Oder du wählst eine variable Zinsbindung, die keine solchen Gebühren kennt. Oder du nutzt die jährliche Sondertilgung, die dir fast alle Banken erlauben – und die du nicht nutzt, weil du denkst, es sei unwichtig.

Was du in dieser Sammlung findest, sind echte Fälle: Wie jemand 1.800 Euro sparte, weil er den richtigen Zeitpunkt für die Umschuldung wählte. Wie eine Familie ihre Vorfälligkeitsentschädigung durch eine neue Förderung ausgleichen konnte. Und warum manche Banken sie gar nicht berechnen – nicht weil sie großzügig sind, sondern weil sie es nicht müssen. Diese Artikel zeigen dir, wie du nicht nur verstehst, was eine Vorfälligkeitsentschädigung ist – sondern wie du sie beherrschst.

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