Ein Mietspiegel, ein offiziell ermittelter Überblick über die ortsübliche Miete in einer Gemeinde. Auch bekannt als Mietpreisspiegel, ist er das wichtigste Werkzeug, um zu prüfen, ob deine Miete noch im Rahmen liegt – oder ob du zu viel zahlst. Er wird von Städten und Gemeinden erstellt, meist alle zwei Jahre, und basiert auf hunderten tatsächlichen Mietverträgen. Keine Schätzung. Keine Annahme. Echte Zahlen von echten Wohnungen.
Doch viele nutzen den Mietspiegel falsch. Er ist kein Gesetz. Er ist kein Fixpreis. Er ist ein Mietspiegel – ein Orientierungsrahmen. Wenn deine Wohnung 80 Quadratmeter hat, einen Balkon, eine moderne Küche und in einer beliebten Straße liegt, dann kannst du höher liegen als der Durchschnitt. Aber wenn sie 40 Jahre alt ist, keine Isolierung hat und der Aufzug kaputt ist, dann sollte deine Miete deutlich unter dem Durchschnitt liegen. Der Mietspiegel hilft dir, diese Unterschiede zu verstehen. Er zeigt dir nicht nur, was andere zahlen – er zeigt dir, warum sie es zahlen.
Er verbindet sich mit der Mietpreisbremse, einer gesetzlichen Regelung, die die Mietsteigerung bei Neuvermietung begrenzt. Wenn dein Vermieter dir eine neue Miete vorschlägt, die über dem Mietspiegel liegt, dann musst du nicht einfach zustimmen. Du kannst nachfragen: Woher kommt dieser Wert? Hat er die Modernisierung tatsächlich bezahlt? Ist die Wohnung wirklich so gut wie die Referenzwohnung im Mietspiegel? Ohne diesen Vergleich bist du im Nachteil. Mit ihm hast du eine klare Grundlage für Verhandlungen.
Und er ist kein Luxus für Großstädte. Auch in kleineren Orten gibt es Mietspiegel – oft weniger bekannt, aber genauso gültig. Die Stadt Wien hat einen. Die Gemeinde Salzburg hat einen. Und auch in deiner Kleinstadt, die du nicht mal auf der Landkarte findest, könnte einer existieren. Frag beim Bürgeramt nach. Oder suche online nach „Mietspiegel [dein Ort]“. Du wirst überrascht sein, wie oft er schon da ist – und wie wenig Leute ihn nutzen.
Was du in den folgenden Beiträgen findest, sind klare Anleitungen, wie du den Mietspiegel richtig auswertest, wie du dich gegen überhöhte Mieten wehrst, und wie du als Vermieter ihn fair nutzt – ohne Rechtsstreit. Du findest Beispiele aus echten Fällen, wo Mieter durch den Mietspiegel Tausende Euro sparten. Wo Vermieter durch falsche Interpretationen vor Gericht landeten. Und wie du den Unterschied erkennst zwischen einer gerechtfertigten Mieterhöhung und einer unzulässigen Überziehung.
Du brauchst keinen Anwalt, um den Mietspiegel zu verstehen. Du brauchst nur die richtigen Informationen. Und die findest du hier.
Automatisierte Mietpreisberechnung hilft deutschen Vermietern, faire und rechtssichere Mieten zu finden. Wir vergleichen die besten Plattformen wie Vermieterwelt, Hyperion Code und NAHAUS - mit Preisen, Nutzererfahrungen und Tipps für 2025.