Brennwertkessel vs. alte Heizungen: Wie viel du wirklich sparst
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Stell dir vor, du wechselst deine alte Heizung gegen einen neuen Brennwertkessel - und am Ende sparest du nur 5 % an Kosten. Klingt unwahrscheinlich? Ist es aber. Denn viele Hausbesitzer glauben, dass ein neuer Brennwertkessel automatisch riesige Einsparungen bringt. Die Realität ist komplexer. Es hängt davon ab, was du ersetzt, wie dein Haus gedämmt ist und was du langfristig vorhast.

Was macht einen Brennwertkessel eigentlich so effizient?

Ein Brennwertkessel nutzt nicht nur die Wärme, die beim Verbrennen von Gas oder Öl entsteht. Er fängt auch die Wärme aus den heißen Abgasen ein, die bei alten Kesseln einfach durch den Schornstein verschwinden. Das passiert, indem das Abgas über das kältere Rücklaufwasser geleitet wird. Dadurch kondensiert der Wasserdampf im Abgas - und gibt seine versteckte Wärme ab. Das ist der Trick. Während alte Konstanttemperaturkessel nur 68 % der Energie nutzen, schafft ein moderner Brennwertkessel bis zu 98 %. Das ist fast die maximale physikalische Grenze.

Wie viel sparst du wirklich?

Die Zahlen, die du im Internet findest, widersprechen sich oft. Stiftung Warentest sagt: 10-15 % Einsparung gegenüber einer 20 Jahre alten Heizung. Die Verbraucherzentrale spricht von bis zu 30 %. Andere Experten kommen auf nur 5-10 %. Warum der große Unterschied?

Es liegt an deiner alten Heizung. Viele Hausbesitzer haben noch Heizkessel aus den 80er-Jahren, die scheinbar gut laufen. Sie messen die Abgasverluste - und sehen nur 5-10 %. Das führt zum Irrglauben: „Meine Heizung ist doch noch gut.“ Doch das ist trügerisch. Diese Kessel arbeiten mit konstanter hoher Temperatur, egal ob es draußen 5 oder -10 Grad hat. Sie verbrauchen viel mehr Gas, als nötig wäre. Ein moderner Brennwertkessel passt sich dagegen an. Er läuft bei niedriger Temperatur und nutzt die Kondensationswärme. Das macht den Unterschied.

Ein Haus aus den 70er-Jahren mit schlechter Dämmung und alten Heizkörpern spart beim Wechsel von einer alten Heizung zu einem Brennwertkessel meist 15-25 %. Ein Haus aus den 90er-Jahren mit modernen Heizkörpern und etwas Dämmung kommt eher auf 10-15 %. Und wenn du schon eine Niedertemperaturheizung aus den 2000ern hast, dann liegt die Einsparung bei nur 5-8 %. Das ist kein Fehler des Brennwertkessels - das ist die Realität deiner Anlage.

Warum du nicht einfach den alten Kessel austauschen solltest

Die gesetzliche Pflicht sagt: Ab 30 Jahren muss der Kessel ersetzt werden. Aber das ist die untere Grenze - nicht die Empfehlung. Ein Kessel nach 20 Jahren ist technisch gesehen veraltet. Die Regelung ist oft nicht mehr präzise. Die Pumpen laufen mit konstanter Drehzahl. Die Heizkörper sind zu klein für die moderne Niedertemperaturtechnik. Die Rohrleitungen sind veraltet. Ein neuer Brennwertkessel allein bringt dir nicht die volle Effizienz, wenn der Rest der Anlage aus den 90ern stammt.

In München habe ich mehrere Häuser gesehen, die einen neuen Brennwertkessel bekommen haben - und trotzdem hohe Kosten hatten. Warum? Weil die Heizkörper nicht angepasst wurden. Die alten Flachheizkörper brauchen hohe Vorlauftemperaturen. Der Brennwertkessel läuft aber optimal bei niedrigen Temperaturen. Das Ergebnis? Der Kessel schaltet sich oft ab, weil das Wasser nicht schnell genug abkühlt. Er arbeitet ineffizient. Das ist wie ein Sportwagen mit Autobahnpneus - er kann, aber nicht optimal.

Vergleich zwischen altem Heizkessel mit Wärmeverlust und modernem Brennwertkessel mit Kondensationsgewinn.

Die große Lücke: Keine Förderung für Brennwertkessel

Hier kommt der entscheidende Punkt. Seit 2024 gibt es keine staatliche Förderung mehr für Gas- oder Öl-Brennwertkessel. Die Bundesregierung will fossile Heizungen abschalten. Deshalb zahlt das BAFA nur noch für Wärmepumpen, Solarthermie oder Holzheizungen. Ein Brennwertkessel kostet zwischen 5.000 und 8.000 Euro - inklusive Installation. Ohne Förderung ist das eine hohe Investition, die sich nur über die Energieeinsparung amortisiert.

Und die Energiepreise steigen. Die CO2-Abgabe auf Gas und Öl ist seit 2021 kontinuierlich gestiegen - und wird bis 2030 weiter erhöht. Das bedeutet: Selbst wenn du 20 % sparst, zahlst du trotzdem mehr als früher. Ein Brennwertkessel ist kein Endziel. Er ist eine Übergangslösung. Und Übergangslösungen lohnen sich nur, wenn du sie richtig einsetzt.

Wann macht ein Brennwertkessel Sinn?

Es gibt drei konkrete Szenarien, in denen ein Brennwertkessel die beste Wahl ist:

  1. Du hast ein Haus aus den 60er- bis 80er-Jahren mit schlechter Dämmung und alten Heizkörpern. Eine Sanierung ist zu teuer oder nicht möglich. Dann ist ein Brennwertkessel die effizienteste Lösung, die du jetzt einbauen kannst.
  2. Du willst eine Hybridlösung. Kombiniere den Brennwertkessel mit einer Wärmepumpe. Die Wärmepumpe läuft an milden Tagen, der Kessel springt nur bei extrem kaltem Wetter ein. So nutzt du die Vorteile beider Systeme - und sparst bis zu 40 % gegenüber einer reinen Gasheizung.
  3. Du hast keinen Platz für eine Wärmepumpe - kein Garten für Erdsonden, keine Außenwand für Luft-Wärmepumpe. Dann ist ein Gas-Brennwertkessel oft die einzige praktikable Alternative.
Hybrid-Heizsystem mit Wärmepumpe und Brennwertkessel bei leichtem Schneefall.

Warum Wärmepumpen die Zukunft sind

Ein Brennwertkessel nutzt 98 % der Energie aus Gas. Klingt gut. Aber eine Wärmepumpe holt Wärme aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser - und verdoppelt oder verdreifacht diese Energie. Sie braucht Strom, aber nur ein Viertel davon, um die gleiche Wärme zu liefern. Ihr Nutzungsgrad liegt bei 250-500 %. Das ist kein Vergleich. Das ist ein anderer Planet.

Und die Förderung? Bei einer Luft-Wärmepumpe bekommst du bis zu 40 % Zuschuss vom Staat. Bei einer Erdwärme-Pumpe sogar bis zu 45 %. Die Betriebskosten sind niedriger - und sie steigen nicht mit den Gaspreisen. Die CO2-Abgabe trifft sie gar nicht. Langfristig ist sie die günstigere Lösung. Selbst in München, wo die Winter kalt werden, funktionieren moderne Wärmepumpen zuverlässig - vorausgesetzt, das Haus ist halbwegs gedämmt.

Was du jetzt tun solltest

Wenn du überlegst, deine Heizung zu ersetzen, dann mache das nicht impulsiv. Frag dich:

  • Wie alt ist mein aktueller Kessel? (Ist er wirklich über 20 Jahre alt?)
  • Wie ist mein Haus gedämmt? (Dach, Fenster, Außenwände?)
  • Habe ich Platz für eine Wärmepumpe? (Außenanlage, Garten, Wand?)
  • Bin ich bereit, in die Zukunft zu investieren - oder will ich nur kurzfristig sparen?
Wenn du ein Haus aus den 70ern hast, mit alten Heizkörpern und keiner Dämmung - und du willst jetzt etwas tun - dann ist ein Brennwertkessel eine vernünftige Wahl. Aber: Plane den nächsten Schritt. Denk an Solarthermie auf dem Dach. Denk an die Isolierung der Rohre. Denk daran, dass du in 10 Jahren nicht wieder einen neuen Kessel brauchst, sondern eine Wärmepumpe.

Wenn dein Haus nach 2000 gebaut wurde und du schon moderne Heizkörper hast - dann ist ein Brennwertkessel fast überflüssig. Dann ist eine Wärmepumpe die bessere Investition. Und du bekommst Geld vom Staat dafür.

Die Wahrheit über Heizungsmodernisierung

Es gibt keinen „perfekten“ Kessel. Es gibt nur die richtige Lösung für deine Situation. Ein Brennwertkessel ist kein Endziel. Er ist ein Zwischenschritt - und nur dann sinnvoll, wenn du ihn als Teil eines größeren Plans siehst. Wer heute nur auf Kosten spart, zahlt morgen doppelt. Wer heute in die Zukunft investiert, spart langfristig - und macht sein Haus wertvoller.

Die Zukunft gehört nicht den Kesseln, die Gas verbrennen. Die Zukunft gehört den Systemen, die Wärme aus der Umwelt holen - und das mit Strom aus der Sonne.

Ist ein Brennwertkessel immer die beste Wahl, wenn ich meine alte Heizung ersetze?

Nein. Ein Brennwertkessel ist nur dann sinnvoll, wenn dein Haus schlecht gedämmt ist und du keine Wärmepumpe einbauen kannst. In modernen, gut gedämmten Häusern ist eine Wärmepumpe effizienter, günstiger und wird vom Staat gefördert. Ein Brennwertkessel ist eine Übergangslösung - kein Endziel.

Wie viel kostet ein Brennwertkessel inklusive Einbau?

Ein Gas-Brennwertkessel kostet zwischen 5.000 und 8.000 Euro, inklusive Installation, Abwasseranschluss und eventuellen Rohrleitungsanpassungen. Öl-Brennwertkessel sind etwas teurer. Hinzu kommen Kosten für den Schornsteinfeger und die Abnahme. Ohne Förderung ist das eine hohe Investition - besonders, wenn du nicht spürbar sparen kannst.

Warum gibt es keine Förderung mehr für Brennwertkessel?

Weil die Bundesregierung bis 2045 klimaneutral werden will. Fossile Heizungen wie Gas- oder Öl-Brennwertkessel produzieren weiter CO2. Deshalb werden sie nicht mehr gefördert. Fördergelder fließen jetzt nur noch in erneuerbare Systeme wie Wärmepumpen, Solarthermie oder Holzheizungen. Das ist eine klare politische Wegweisung.

Kann ich meinen alten Kessel einfach so austauschen?

Nicht immer. Wenn dein Kessel älter als 30 Jahre ist, musst du ihn laut GEG ersetzen. Aber wenn du nur den Kessel wechselst und alles andere (Rohre, Heizkörper, Pumpen, Regelung) unverändert lässt, nutzt du den neuen Kessel nicht optimal. Die gesamte Anlage sollte geprüft werden - sonst sparst du weniger als erwartet.

Was ist eine Hybridlösung mit Wärmepumpe und Brennwertkessel?

Bei einer Hybridlösung läuft die Wärmepumpe an milden Tagen als Hauptheizung. Der Brennwertkessel springt nur bei extrem kaltem Wetter (unter -5 bis -10 °C) ein, um die Wärme zu ergänzen. So nutzt du die Effizienz der Wärmepumpe und hast trotzdem Sicherheit bei Kälte. Diese Lösung ist besonders für Altbauten mit schlechter Dämmung sinnvoll - und wird vom Staat mit bis zu 30 % gefördert.

Wie lange hält ein Brennwertkessel?

Ein gut gewarteter Brennwertkessel hält 15 bis 20 Jahre. Nach 20 Jahren sinkt die Effizienz, die Technik wird veraltet, und Ersatzteile werden schwerer zu bekommen. Die gesetzliche Austauschpflicht gilt erst ab 30 Jahren - aber wirtschaftlich lohnt sich ein Wechsel schon früher, besonders wenn die Heizkosten steigen.

Kommentare (18)

Joshua Lehmann
  • Joshua Lehmann
  • Januar 13, 2026 AT 03:42

Endlich mal jemand, der die Wahrheit sagt! Ein Brennwertkessel ist kein Wundermittel. Ich hab ihn vor 3 Jahren verbaut – und erst nachdem ich die Heizkörper gewechselt und die Rohre isoliert hatte, lief alles wie geschmiert. Sonst wär’s nur teurer Mist geworden.

Viviana Richter
  • Viviana Richter
  • Januar 13, 2026 AT 16:02

Ich hab’s auch erlebt – mein Kessel aus 2001 war noch ‘gut’, aber nach dem Austausch hat sich der Gasverbrauch um 22 % reduziert! Und nein, ich hab nicht nur den Kessel gewechselt, sondern auch die Thermostate und die Pumpe. Das macht den Unterschied! 💪

Lilli Koisser
  • Lilli Koisser
  • Januar 14, 2026 AT 19:48

Wahrscheinlich hat der Autor nie ein Haus mit Einrohrheizung aus den 60ern gesehen… aber ich hab’s – und nein, ein Brennwertkessel ist da keine Lösung. Es ist ein Verbrechen, so etwas einzubauen. Die Heizkörper sind zu klein, die Rohre verstopft, die Luftfeuchtigkeit explodiert… und dann kriegst du noch nen teuren Kessel, der ständig abschaltet. Tragisch.

Kean Wong
  • Kean Wong
  • Januar 16, 2026 AT 07:48

Die 98 % Effizienz klingt gut, aber wenn du den Kessel mit alten Heizkörpern betreibst, läuft er im Teillastbetrieb – und das ist der größte Energiekiller. Der Kessel schaltet sich ein, wartet, schaltet aus… und verbraucht mehr als nötig. Es ist wie ein Ferrari mit Reifen aus Gummibändern.

Markus Sowada
  • Markus Sowada
  • Januar 17, 2026 AT 13:11

Ich muss hier mal korrigieren: Es heißt nicht „Brennwertkessel“, sondern „Brennwertkessel“ – mit zwei „n“! Und bitte nicht „Kessel“ mit „e“ am Ende schreiben, das ist falsch. Außerdem: Wer sagt „Wärmepumpe“ und meint „Luft-Wärmepumpe“? Es gibt auch Erdwärme, Grundwasser, Abwasser… bitte präzise sein!

Uwe Karstädt
  • Uwe Karstädt
  • Januar 18, 2026 AT 08:50

Du bist nicht allein! Ich hab’s auch gedacht – „neuer Kessel = sofort sparen“. Aber dann hab ich die Beratung bei der Energieagentur gemacht – und jetzt bin ich total begeistert! Wärmepumpe + Solar auf dem Dach – und der Staat zahlt 40 %! Ich fühle mich wie ein Klimaheld 🌞❄️

Max Crane
  • Max Crane
  • Januar 19, 2026 AT 03:13

Die gesetzliche Austauschpflicht ab 30 Jahren ist eine Mindestanforderung, keine Empfehlung. Technische Lebensdauer und wirtschaftliche Amortisation sind zwei unterschiedliche Dinge. Ein Kessel nach 20 Jahren ist nicht nur veraltet, er ist auch ein Sicherheitsrisiko durch Korrosion und undichte Ventile. Die Entscheidung sollte auf einer umfassenden energetischen Bewertung basieren, nicht auf Emotionen.

Susanne Mildau
  • Susanne Mildau
  • Januar 19, 2026 AT 04:33

Ich hab meinen Kessel 2022 gewechselt – und jetzt zahle ich mehr als je zuvor. Die Gaspreise sind explodiert, die CO2-Abgabe ist wie eine Steuer auf mein Herz… ich fühle mich ausgenutzt. Warum muss ich immer zahlen, während die Politik sich auf Urlaub macht? Ich hasse das.

Mary Maus
  • Mary Maus
  • Januar 20, 2026 AT 07:54

Kessel sind out. Wärmepumpen sind in. Alles andere ist romantische Selbsttäuschung. Wer noch Gas verbrennt, trägt die Schuld an der Klimakrise. Punkt.

Gisela Beck
  • Gisela Beck
  • Januar 20, 2026 AT 08:30

Wusstet ihr, dass die Bundesregierung die Förderung abschafft, weil sie will, dass wir alle in der Dunkelheit frieren? Und dann kommt der Strom aus dem Ausland – aus Polen, mit Kohle! Und wir sollen Wärmepumpen kaufen? Das ist kein Klimaschutz, das ist sozialer Krieg gegen kleine Leute. Ich hab meinen alten Kessel trotzdem behalten – und schlafe ruhig.

Stephan Aspi
  • Stephan Aspi
  • Januar 20, 2026 AT 16:51

Lassen Sie mich die Zahlen noch mal durchrechnen: Wenn du ein Haus aus den 70ern hast, mit 150 m², 30 % Dämmung, 8 Heizkörpern aus den 80ern, und du wechselst von einem Konstanttemperaturkessel aus 1987 auf einen Brennwertkessel, dann sparest du laut VDI 2067-1 etwa 18,7 % – aber nur, wenn du die Vorlauftemperatur auf 55 °C senkst, was die Heizkörper nicht können. Also: Du sparst 5 %, weil du nicht sanierst. Der Kessel ist nicht schuld. Du bist schuld. Und jetzt zahle ich 12.000 Euro für eine Wärmepumpe, weil ich nicht früh genug gehandelt habe. Danke, ich bin traurig.

Liam Brophy
  • Liam Brophy
  • Januar 22, 2026 AT 02:08

Ich denk immer: Heizung ist wie eine Beziehung. Du kannst nicht einfach den Partner wechseln und erwarten, dass alles perfekt wird. Du musst auch dich selbst ändern. Wenn du dein Haus nicht sanierst, ist der neue Kessel nur ein Band-Aid. Aber wenn du alles zusammen machst – dann wird’s wirklich schön.

Christian Vester
  • Christian Vester
  • Januar 23, 2026 AT 05:12

Wer sagt, Wärmepumpen sind die Zukunft, ignoriert die Realität in Altbauten. In vielen deutschen Städten ist die Stromnetzbelastung schon jetzt kritisch. Eine Wärmepumpe zieht 5-7 kW – das ist kein Spielzeug. Ein Brennwertkessel braucht 2 kW. Wenn du 10.000 Häuser umrüstest, kollabiert das Netz. Also: Hybridlösungen sind die einzige vernünftige Antwort.

Hans Dybka
  • Hans Dybka
  • Januar 24, 2026 AT 06:23

Es ist bemerkenswert, wie wenig Menschen die physikalischen Grundlagen der Wärmeübertragung verstehen. Ein Brennwertkessel funktioniert nur dann optimal, wenn das Rücklaufwasser unter 55 °C bleibt – was eine niedertemperaturfähige Heizfläche erfordert. Ohne diese Voraussetzung ist der Kessel nicht nur ineffizient, er ist auch ein ökonomisches Risiko. Die Industrie vermarktet das als „Modernisierung“, aber die Realität ist eine versteckte Kostenfalle.

lothar menev
  • lothar menev
  • Januar 25, 2026 AT 20:18

Ich hab den Kessel gewechselt. Warum? Weil er rauscht wie ein Flugzeug. Jetzt ist es ruhig. Und ich zahle ein bisschen weniger. Mehr nicht. Egal was andere sagen.

Lars Nielson
  • Lars Nielson
  • Januar 26, 2026 AT 04:20

Die Diskussion um Heizungssysteme sollte nicht polarisieren, sondern informieren. Beide Technologien – Brennwertkessel und Wärmepumpe – haben ihre Berechtigung. Der Schlüssel liegt in der individuellen Analyse des Gebäudes, den lokalen Gegebenheiten und den langfristigen finanziellen und ökologischen Zielen des Eigentümers. Eine pauschale Empfehlung ist nicht nur unangemessen, sie ist auch irreführend.

Janne Jääskeläinen
  • Janne Jääskeläinen
  • Januar 26, 2026 AT 22:46

ich hab meinen kessel 2023 gewechselt und jetzt ist alles schlimmer... die rechnung kommt jeden monat und ich weine... ich hab 2 kinder und kein geld... warum muss das so sein??? ich hasse die politik!!!

Øystein Vereide
  • Øystein Vereide
  • Januar 27, 2026 AT 23:17

In Norwegen haben wir vor 15 Jahren genau diese Diskussion geführt. Wir haben damals viele Brennwertkessel installiert – als Übergangslösung. Heute haben wir über 90 % Wärmepumpen in Neubauten und 70 % in Altbauten. Der Schlüssel war nicht der Kessel – sondern die Kombination aus Förderung, Schulung der Handwerker und langfristiger Planung. Wir haben nicht aufgehört, zu investieren – wir haben nur in die richtige Richtung investiert.

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