Stell dir vor, du wechselst deine alte Heizung gegen einen neuen Brennwertkessel - und am Ende sparest du nur 5 % an Kosten. Klingt unwahrscheinlich? Ist es aber. Denn viele Hausbesitzer glauben, dass ein neuer Brennwertkessel automatisch riesige Einsparungen bringt. Die Realität ist komplexer. Es hängt davon ab, was du ersetzt, wie dein Haus gedämmt ist und was du langfristig vorhast.
Nein. Ein Brennwertkessel ist nur dann sinnvoll, wenn dein Haus schlecht gedämmt ist und du keine Wärmepumpe einbauen kannst. In modernen, gut gedämmten Häusern ist eine Wärmepumpe effizienter, günstiger und wird vom Staat gefördert. Ein Brennwertkessel ist eine Übergangslösung - kein Endziel.
Ein Gas-Brennwertkessel kostet zwischen 5.000 und 8.000 Euro, inklusive Installation, Abwasseranschluss und eventuellen Rohrleitungsanpassungen. Öl-Brennwertkessel sind etwas teurer. Hinzu kommen Kosten für den Schornsteinfeger und die Abnahme. Ohne Förderung ist das eine hohe Investition - besonders, wenn du nicht spürbar sparen kannst.
Weil die Bundesregierung bis 2045 klimaneutral werden will. Fossile Heizungen wie Gas- oder Öl-Brennwertkessel produzieren weiter CO2. Deshalb werden sie nicht mehr gefördert. Fördergelder fließen jetzt nur noch in erneuerbare Systeme wie Wärmepumpen, Solarthermie oder Holzheizungen. Das ist eine klare politische Wegweisung.
Nicht immer. Wenn dein Kessel älter als 30 Jahre ist, musst du ihn laut GEG ersetzen. Aber wenn du nur den Kessel wechselst und alles andere (Rohre, Heizkörper, Pumpen, Regelung) unverändert lässt, nutzt du den neuen Kessel nicht optimal. Die gesamte Anlage sollte geprüft werden - sonst sparst du weniger als erwartet.
Bei einer Hybridlösung läuft die Wärmepumpe an milden Tagen als Hauptheizung. Der Brennwertkessel springt nur bei extrem kaltem Wetter (unter -5 bis -10 °C) ein, um die Wärme zu ergänzen. So nutzt du die Effizienz der Wärmepumpe und hast trotzdem Sicherheit bei Kälte. Diese Lösung ist besonders für Altbauten mit schlechter Dämmung sinnvoll - und wird vom Staat mit bis zu 30 % gefördert.
Ein gut gewarteter Brennwertkessel hält 15 bis 20 Jahre. Nach 20 Jahren sinkt die Effizienz, die Technik wird veraltet, und Ersatzteile werden schwerer zu bekommen. Die gesetzliche Austauschpflicht gilt erst ab 30 Jahren - aber wirtschaftlich lohnt sich ein Wechsel schon früher, besonders wenn die Heizkosten steigen.
Endlich mal jemand, der die Wahrheit sagt! Ein Brennwertkessel ist kein Wundermittel. Ich hab ihn vor 3 Jahren verbaut – und erst nachdem ich die Heizkörper gewechselt und die Rohre isoliert hatte, lief alles wie geschmiert. Sonst wär’s nur teurer Mist geworden.
Ich hab’s auch erlebt – mein Kessel aus 2001 war noch ‘gut’, aber nach dem Austausch hat sich der Gasverbrauch um 22 % reduziert! Und nein, ich hab nicht nur den Kessel gewechselt, sondern auch die Thermostate und die Pumpe. Das macht den Unterschied! 💪
Wahrscheinlich hat der Autor nie ein Haus mit Einrohrheizung aus den 60ern gesehen… aber ich hab’s – und nein, ein Brennwertkessel ist da keine Lösung. Es ist ein Verbrechen, so etwas einzubauen. Die Heizkörper sind zu klein, die Rohre verstopft, die Luftfeuchtigkeit explodiert… und dann kriegst du noch nen teuren Kessel, der ständig abschaltet. Tragisch.
Die 98 % Effizienz klingt gut, aber wenn du den Kessel mit alten Heizkörpern betreibst, läuft er im Teillastbetrieb – und das ist der größte Energiekiller. Der Kessel schaltet sich ein, wartet, schaltet aus… und verbraucht mehr als nötig. Es ist wie ein Ferrari mit Reifen aus Gummibändern.
Ich muss hier mal korrigieren: Es heißt nicht „Brennwertkessel“, sondern „Brennwertkessel“ – mit zwei „n“! Und bitte nicht „Kessel“ mit „e“ am Ende schreiben, das ist falsch. Außerdem: Wer sagt „Wärmepumpe“ und meint „Luft-Wärmepumpe“? Es gibt auch Erdwärme, Grundwasser, Abwasser… bitte präzise sein!
Du bist nicht allein! Ich hab’s auch gedacht – „neuer Kessel = sofort sparen“. Aber dann hab ich die Beratung bei der Energieagentur gemacht – und jetzt bin ich total begeistert! Wärmepumpe + Solar auf dem Dach – und der Staat zahlt 40 %! Ich fühle mich wie ein Klimaheld 🌞❄️
Die gesetzliche Austauschpflicht ab 30 Jahren ist eine Mindestanforderung, keine Empfehlung. Technische Lebensdauer und wirtschaftliche Amortisation sind zwei unterschiedliche Dinge. Ein Kessel nach 20 Jahren ist nicht nur veraltet, er ist auch ein Sicherheitsrisiko durch Korrosion und undichte Ventile. Die Entscheidung sollte auf einer umfassenden energetischen Bewertung basieren, nicht auf Emotionen.
Ich hab meinen Kessel 2022 gewechselt – und jetzt zahle ich mehr als je zuvor. Die Gaspreise sind explodiert, die CO2-Abgabe ist wie eine Steuer auf mein Herz… ich fühle mich ausgenutzt. Warum muss ich immer zahlen, während die Politik sich auf Urlaub macht? Ich hasse das.
Kessel sind out. Wärmepumpen sind in. Alles andere ist romantische Selbsttäuschung. Wer noch Gas verbrennt, trägt die Schuld an der Klimakrise. Punkt.
Wusstet ihr, dass die Bundesregierung die Förderung abschafft, weil sie will, dass wir alle in der Dunkelheit frieren? Und dann kommt der Strom aus dem Ausland – aus Polen, mit Kohle! Und wir sollen Wärmepumpen kaufen? Das ist kein Klimaschutz, das ist sozialer Krieg gegen kleine Leute. Ich hab meinen alten Kessel trotzdem behalten – und schlafe ruhig.
Lassen Sie mich die Zahlen noch mal durchrechnen: Wenn du ein Haus aus den 70ern hast, mit 150 m², 30 % Dämmung, 8 Heizkörpern aus den 80ern, und du wechselst von einem Konstanttemperaturkessel aus 1987 auf einen Brennwertkessel, dann sparest du laut VDI 2067-1 etwa 18,7 % – aber nur, wenn du die Vorlauftemperatur auf 55 °C senkst, was die Heizkörper nicht können. Also: Du sparst 5 %, weil du nicht sanierst. Der Kessel ist nicht schuld. Du bist schuld. Und jetzt zahle ich 12.000 Euro für eine Wärmepumpe, weil ich nicht früh genug gehandelt habe. Danke, ich bin traurig.
Ich denk immer: Heizung ist wie eine Beziehung. Du kannst nicht einfach den Partner wechseln und erwarten, dass alles perfekt wird. Du musst auch dich selbst ändern. Wenn du dein Haus nicht sanierst, ist der neue Kessel nur ein Band-Aid. Aber wenn du alles zusammen machst – dann wird’s wirklich schön.
Wer sagt, Wärmepumpen sind die Zukunft, ignoriert die Realität in Altbauten. In vielen deutschen Städten ist die Stromnetzbelastung schon jetzt kritisch. Eine Wärmepumpe zieht 5-7 kW – das ist kein Spielzeug. Ein Brennwertkessel braucht 2 kW. Wenn du 10.000 Häuser umrüstest, kollabiert das Netz. Also: Hybridlösungen sind die einzige vernünftige Antwort.
Es ist bemerkenswert, wie wenig Menschen die physikalischen Grundlagen der Wärmeübertragung verstehen. Ein Brennwertkessel funktioniert nur dann optimal, wenn das Rücklaufwasser unter 55 °C bleibt – was eine niedertemperaturfähige Heizfläche erfordert. Ohne diese Voraussetzung ist der Kessel nicht nur ineffizient, er ist auch ein ökonomisches Risiko. Die Industrie vermarktet das als „Modernisierung“, aber die Realität ist eine versteckte Kostenfalle.
Ich hab den Kessel gewechselt. Warum? Weil er rauscht wie ein Flugzeug. Jetzt ist es ruhig. Und ich zahle ein bisschen weniger. Mehr nicht. Egal was andere sagen.
Die Diskussion um Heizungssysteme sollte nicht polarisieren, sondern informieren. Beide Technologien – Brennwertkessel und Wärmepumpe – haben ihre Berechtigung. Der Schlüssel liegt in der individuellen Analyse des Gebäudes, den lokalen Gegebenheiten und den langfristigen finanziellen und ökologischen Zielen des Eigentümers. Eine pauschale Empfehlung ist nicht nur unangemessen, sie ist auch irreführend.
ich hab meinen kessel 2023 gewechselt und jetzt ist alles schlimmer... die rechnung kommt jeden monat und ich weine... ich hab 2 kinder und kein geld... warum muss das so sein??? ich hasse die politik!!!
In Norwegen haben wir vor 15 Jahren genau diese Diskussion geführt. Wir haben damals viele Brennwertkessel installiert – als Übergangslösung. Heute haben wir über 90 % Wärmepumpen in Neubauten und 70 % in Altbauten. Der Schlüssel war nicht der Kessel – sondern die Kombination aus Förderung, Schulung der Handwerker und langfristiger Planung. Wir haben nicht aufgehört, zu investieren – wir haben nur in die richtige Richtung investiert.