Die Bauordnung, das rechtliche Rahmenwerk, das festlegt, wie Gebäude in Österreich errichtet, verändert oder genutzt werden dürfen. Auch bekannt als Baugesetz, ist sie der unsichtbare Lehrmeister jedes Bauprojekts – ob Sie eine Tür einbauen, eine Wohnung umbauen oder ein ganzes Haus sanieren. Sie ist nicht nur ein Papierstapel, den der Bauamtsmitarbeiter abzeichnet. Sie entscheidet, ob Ihr Projekt legal bleibt, ob Sie Strafen bekommen oder ob Ihre Investition überhaupt Wert hat.
Die Baugenehmigung, der offizielle Freispruch, bevor Sie mit dem Bauen beginnen dürfen. Auch bekannt als Bauphase 1, ist sie der erste Hürdenlauf – und viele unterschätzen sie. Sie brauchen sie nicht nur für Neubauten, sondern auch für große Sanierungen, wenn Sie Außenwände verändern, Dachgeschosse ausbauen oder die Nutzung eines Raums umwandeln. Wer das ignoriert, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern auch die Rückbauverpflichtung – und das ist teurer als jede Planung. Dazu kommt die Gebäudeklasse, die bestimmt, welche Brandschutz-, Schall- und Statik-Anforderungen gelten. Auch bekannt als Gebäudekategorie, unterscheidet sie zwischen einem Einfamilienhaus und einem Mehrfamilienhaus – und das macht einen riesigen Unterschied bei den Vorschriften. Wer eine Innentür wechselt, denkt oft nur an Design und Holzart. Aber wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus wohnen, muss die Tür auch den Brandschutzanforderungen der Gebäudeklasse entsprechen. Sonst ist sie nicht nur hässlich – sie ist rechtswidrig.
Die Bauvorschriften, die konkreten Regeln, die aus der Bauordnung abgeleitet werden. Auch bekannt als technische Baubestimmungen, sind oft in Form von Normen wie der ÖNORM B 1801 oder DIN 18533 festgelegt. Sie sagen, wie dick eine Wand sein muss, wie hoch die Treppenstufen sein dürfen, wie viel Licht ein Zimmer braucht oder wie ein Kellerfenster wasserdicht installiert wird. Diese Regeln sind nicht willkürlich. Sie sind das Ergebnis von Jahrzehnten Erfahrung, Unfällen und Schadensfällen – und sie schützen Sie, Ihre Familie und Ihre Nachbarn. Sie finden diese Vorschriften in den Artikeln hier wieder: Ob es um Brandschutzgutachten geht, um wasserdichte Kellerfenster oder um die Einhaltung von Schallschutz in Loft-Wohnungen – alles hängt an der Bauordnung. Sie ist der rote Faden, der durch alle Projekte zieht, die mit Bauen zu tun haben.
Es geht nicht darum, sich in Gesetzeswälzern zu verlieren. Es geht darum, zu wissen, wo die Regeln liegen – und wann Sie einen Profi brauchen. Ein Tischler, der eine Tür einbaut, muss nicht Jurist sein. Aber er muss wissen, welche Tür in welchem Haus erlaubt ist. Und das ist genau das, was diese Sammlung von Artikeln für Sie aufbereitet: praktische, klare, konkrete Informationen, die Ihnen helfen, die Bauordnung nicht zu fürchten – sondern zu nutzen.
Wer ein denkmalgeschütztes Haus renoviert, muss strenge Auflagen beachten. Erfahren Sie, was genehmigungspflichtig ist, wie Sie die Behörde richtig ansprechen und wie Sie Fördermittel nutzen - ohne Bußgelder oder Rückbau.