Wenn du deine alte Heizung austauschen willst, dann weißt du wahrscheinlich: Die Förderung ist riesig - aber wie viel bekommst du wirklich? Ein Förderrechner für Heizungstausch hilft dir, das herauszufinden. Doch nicht jeder Rechner sagt dir die Wahrheit. Manche verschweigen Bonusse, andere ignorieren deine Postleitzahl oder rechnen falsch, wenn du in einem Altbau wohnst. Und das, obwohl du bis zu 24.500 Euro Zuschuss bekommen kannst - wenn du alles richtig machst.
Ein Nutzer aus Linz, der im Dezember 2024 seine Ölheizung ausgetauscht hat, hat erst nach drei Rechnern die richtige Summe gefunden. Der erste Rechner zeigte 14.000 Euro an. Der zweite 17.500. Der dritte - der von Energieeffizienzprofi.de - sagte: 21.200 Euro. Und tatsächlich: Nach der Genehmigung vom BAFA bekam er genau 21.150 Euro. Warum? Weil er den Einkommensbonus, den Klimageschwindigkeitsbonus und den Bonus für natürliche Kältemittel kombiniert hatte. Kein Rechner allein hätte das alles erkannt.
1. Energieeffizienzprofi.de (Web-basiert, Stand Januar 2025)
Dieser Rechner ist der beliebteste in Österreich und Deutschland. Er läuft im Browser, du brauchst nichts herunterzuladen. Du gibst deine Postleitzahl ein - und schon zeigt er dir, welche regionalen Förderungen in deiner Gemeinde laufen. In Linz zum Beispiel gibt es einen Zusatzbonus von 500 Euro für Wärmepumpen, den nur dieser Rechner berücksichtigt. Er berechnet automatisch: BAFA-Zuschuss, KfW-Darlehen, regionale Zuschüsse, Steuervorteile. Und er aktualisiert sich monatlich. Kein manuelles Herunterladen nötig.
Die Nachteile? Die Eingabemaske ist für Laien etwas überladen. Und: Er sagt nicht, ob du mit einer Hybridheizung (z. B. Wärmepumpe + Solarthermie) noch mehr bekommst. Das muss du manuell prüfen.
2. ÖkoZentrum NRW Excel-Rechner (Version 3.3, Stand Juli 2024)
Dieser Rechner ist ein Profi-Tool. Er ist kostenlos, aber nur für Menschen, die Excel bedienen können. Er ist der einzige, der Mehrfamilienhäuser mit bis zu 125 Wohnungen korrekt berechnet - und zwar nach Miteigentumsanteilen. Wenn du ein Haus mit vier Parteien besitzt und jede Partei ihre eigene Heizung tauscht, rechnet er die Kosten und Förderung pro Wohnung. Das ist einzigartig.
Er berücksichtigt auch Sonderfälle wie Denkmalschutz, wenn du die richtigen Felder auswählst. Aber: Er ist nicht aktuell. Du musst ihn selbst herunterladen, und wenn sich die Förderregeln ändern, musst du ihn manuell updaten. Die neue Version mit KI-Unterstützung, die Fehler erkennt, kommt erst Ende 2026.
3. Waermepumpe.de (Spezialisiert auf Wärmepumpen)
Wenn du eine Wärmepumpe planst, ist dieser Rechner dein bester Freund. Er kennt alle Bonusse: 5 Prozent für Erdwärme, 5 Prozent für Abwasser-Wärmepumpen, 5 Prozent für natürliche Kältemittel wie Propan oder CO₂. Er weiß, dass Luft-Wasser-Wärmepumpen ohne natürliche Kältemittel ab 2026 nur noch 65 Prozent Förderung bekommen - nicht mehr 70. Und er zeigt dir, ob du den Einkommensbonus bekommst, je nach deinem Haushaltseinkommen.
Der Nachteil: Er ignoriert fast alle anderen Heizungstypen. Wenn du eine Holzpellet-Heizung oder einen Hybridkessel planst, ist er nutzlos.
Bevor du irgendeinen Rechner öffnest, sammle diese Infos:
Wenn du vermietest, bekommst du maximal 35 Prozent Förderung - egal, welcher Rechner das sagt. Selbstnutzer können bis zu 70 Prozent erreichen. Das ist der größte Unterschied. Und: Du musst den Antrag vor dem Einbau stellen. Ein Vertrag mit dem Handwerker reicht. Die Arbeiten darfst du erst beginnen, nachdem du den Antrag abgeschickt hast.
Die meisten Leute machen drei Fehler:
Ein weiterer Punkt: Die Förderung darf nicht mehr als 60 Prozent der Gesamtkosten betragen, wenn du mehrere Programme kombinierst. Das heißt: Wenn du 20.000 Euro an Zuschüssen bekommst, darfst du die Gesamtkosten nicht über 33.333 Euro gehen lassen. Sonst verlierst du den Anspruch.
Die Regeln ändern sich schnell. Ab 2025 wird der Einkommensbonus an die Inflation angepasst - das heißt, er steigt jedes Jahr. Ab 2026 werden Luft-Wasser-Wärmepumpen ohne natürliche Kältemittel nur noch mit 65 Prozent gefördert. Das bedeutet: Wenn du jetzt eine Wärmepumpe mit R410A (einem synthetischen Kältemittel) einbaust, bekommst du weniger als mit einer mit Propan.
Langfristig wird es einen digitalen Förderassistenten geben - ein zentrales Tool, das alle Programme verknüpft. Aber das kommt erst 2027. Bis dahin musst du selbst rechnen.
So gehst du vor:
Wenn du alles richtig machst, bekommst du mehr Geld, als du denkst. Und das macht den Heizungstausch nicht nur umweltfreundlich - sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.
Ich hab nur einen Rechner genutzt und 8k verloren. Dumm gelaufen.
Der Artikel ist eigentlich ganz gut, aber man sollte nicht 'Einkommensbonus' mit 'Einkommenbonus' schreiben. Und 'Kältemittel' nicht mit 'Kaeltemittel'. Das ist einfach unprofessionell.
Und wer 'Waermepumpe.de' als Quelle nennt, sollte wenigstens die korrekte URL mit https und ohne Slash am Ende angeben. So sieht das aus, als hätte jemand es kopiert und nicht geprüft.